Brandschutzbeauftragter in Österreich: Welche Aufgaben der Brandschutzwart erfüllen muss
Ein Brandschutzbeauftragter in Österreich übernimmt im Unternehmen eine Vielzahl von Aufgaben, um den betrieblichen Brandschutz auf dem aktuellen Stand zu halten. Zwar ist die Bestellung eines Brandschutzwarts in den meisten Fällen nicht verpflichtend, dennoch empfiehlt es sich, ein schlüssiges Brandschutzkonzept erstellen zu lassen. Auf diesem Weg beugen Betriebe nicht nur Bränden vor und leiten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ein, sondern sind infolgedessen im Schadensfall optimal abgesichert. Aber was sind Brandschutzbeauftragte eigentlich und wer kann Brandschutzbeauftragter werden? Diese und weitere Fragen zum Thema „Brandschutzbeauftragter in Österreich“ klären wir ausführlich in diesem Beitrag.
Was sind Brandschutzbeauftragte?
Brandschutzbeauftragte unterstützen Unternehmen bei vorbeugenden sowie organisatorischen Brandschutzaufgaben und arbeiten eng mit der Geschäftsführung zusammen. Sie übernehmen alle essenziellen Aufgabenfelder, um Brandgefahren abzuwenden. Ein Brandschutzbeauftragter in Österreich fungiert als sachkundiger Berater der Geschäftsleitung und steht für Fragen rund um das gesamte Brandschutzkonzept zur Verfügung.
Achtung: Brandschutzbeauftragte sowie Brandschutzhelfer sollten nicht miteinander verwechselt werden. Im Gegensatz zum Brandschutzbeauftragten in Österreich ist der Brandschutzhelfer im Brandschutz nicht vorbeugend tätig, sondern kommt erst dann, wenn es wirklich brennt. Er bekämpft etwa Entstehungsbrände und hilft bei der Betriebsevakuierung.
Wer kann Brandschutzbeauftragter werden?
Anders als in Deutschland ist für die Tätigkeit als Brandschutzbeauftragter in Österreich keine abgeschlossene Berufsausbildung vonnöten. Durch die TRVB (technischen Richtlinien vorbeugenden Brandschutzes) ist die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter in Österreich anders geregelt. Es wird keine starre Ausbildung vorausgesetzt – jede geeignete Person kann die Qualifikation zum Brandschutzbeauftragten erlangen. Lediglich die Sprachkenntnisse könnten eine Hürde für Teilnehmer darstellen, da die Prüfungen in schriftlicher deutscher Sprache erfolgen. Da ein Brandschutzbeauftragter zudem eine beratende Tätigkeit einnimmt und Gegebenheiten im Betrieb ordnungsgemäß dokumentieren muss, sind ein Deutschlevel von mindestens B2 sowie gute Kommunikationsfähigkeiten von Vorteil.
Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter
Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter ist mit keiner klassischen Berufsausbildung vergleichbar. Um die berufliche Qualifikation zu erhalten, muss in erster Linie der österreichische Brandschutzpass vorliegen. Den Brandschutzpass in Österreich erhalten Interessierte durch den erfolgreichen Besuch von Modul 1 – also der Grundausbildung im Brandschutzbereich. Im Anschluss (Modul 2) erfolgt der eigentliche Ausbildungsteil, um im Anschluss als Brandschutzbeauftragter arbeiten zu können.
Wichtig: Durch spezielle Feuerwehrlehrgänge wird der Kurs zum Brandschutzbeauftragten in der Regel nicht ersetzt. Ausnahmen wie bestimmte Ausbildungen nach ÖBFV-Richtlinien für Betriebsfeuerwehrkommandanten oder CFPA-Zertifikate bestätigen die Regel.
Ablauf Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter
Grundsätzlich besteht die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter aus zwei Teilen und erweiterten Seminaren nach der Erlangung der beruflichen Qualifikation „Brandschutzbeauftragter in Österreich“. Wie bereits angesprochen, können Kurse als Brandschutzbeauftragter erst besucht werden, sobald Modul 1 erfolgreich abgeschlossen wurde und der österreichische Brandschutzpass vorliegt.
- Modul 1: Das erste Modul ist die Basis, um überhaupt erst den benötigten Brandschutzpass in Österreich zu erlangen.
- Modul 2: Im zweiten Modul wird das tiefgreifende Wissen rund um den Brandschutz vermittelt. Der sogenannte Aufbaukurs zum Brandschutzbeauftragten ist das Gerüst, um später im Unternehmen beratend als Brandschutzbeauftragter tätig sein zu können. Der Kurs dauert in der Regel zwei Tage.
- Erweiterte Seminare: Nach der Erlangung der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter müssen alle zwei Jahre spezielle Seminare (Kurse Brandschutzbeauftragter) besucht werden, um das erlangte Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Der Besuch der Fort- und Weiterbildungen dient zeitgleich der Verlängerung des österreichischen Brandschutzpasses um weitere fünf Jahre.
Nachdem Teilnehmer die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter absolviert haben, erfolgt eine Abschlussprüfung. Das vermittelte Wissen wird in der Regel in schriftlicher Form abgefragt, um das Fachwissen als zukünftiger Brandschutzbeauftragter der jeweiligen Person zu überprüfen. Hierfür wird gern ein Multiple-Choice-Verfahren angewandt.
Was lernen Teilnehmer in der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter?
Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter vermittelt Teilnehmern ein umfassendes Fachwissen, um im Unternehmen der beste Ansprechpartner in puncto Brandschutz zu sein. Das Wissen gliedert sich inhaltlich in sechs Kernbereiche: gesetzliche und rechtliche Bestimmungen, baulicher Brandschutz, technischer Brandschutz, organisatorischer Brandschutz, erste und erweiterte Löschhilfe sowie Brandgefahren.
Rechtliche und gesetzliche Bestimmungen
Den Auftakt in der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter markieren die gesetzlichen und rechtlichen Bestimmungen rund um den Brandschutz im Unternehmen. Alles dreht sich um geltende Vorschriften wie das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), die Arbeitsstättenverordnung (AStV) sowie das einschlägige Regelwerk aus ÖNORMEN und TRVB-Richtlinien.
Baulicher Brandschutz
Nach den unterschiedlichen Regelwerken geht es direkt zum vorbeugenden Brandschutz, dem baulichen Brandschutz. Teilnehmer fokussieren sich auf konstruktive Vorkehrungen zur Brand- und Rauchausbreitung. Besonders wichtig sind Themen wie Brandabschnitte, Brandwände, feuerbeständige sowie feuerhemmende Baustoffe und
brandschutztechnische Türen,
Brandschutzfenster und Abschottungen.
Technischer Brandschutz
Punkt Nummer 3 ist der technische Brandschutz in der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter. Dinge wie Funktionsweise, Wirkungsweise und ordnungsgemäße Instandhaltung brandschutztechnischer Anlagen spielen eine große Rolle. Dazu gehören stationäre Löschanlagen oder Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) in Betrieben. Besonders im technischen Brandschutz gibt es im späteren Verlauf regelmäßig Kurse als Brandschutzbeauftragter, die verpflichtend besucht werden müssen, um das eigene Wissen zu erweitern und stets auf dem aktuellen Stand zu halten.
Organisatorischer Brandschutz
Im betrieblichen Alltag spielt der organisatorische Brandschutz eine immense Rolle. Zu den Aufgaben des Brandschutzbeauftragten gehören die Erstellung und Pflege der Brandschutzordnung, das Führen eines Brandschutzbuches, die eigenständige Begehung des Firmengeländes sowie die Organisation von Räumungsübungen. Ebenso schult ein Brandschutzbeauftragter in Österreich alle Beschäftigten im Unternehmen und steht jederzeit für Rückfragen zur Verfügung.
Erste und erweiterte Löschhilfe
Etwas praxisbezogener wird der fünfte Teil der Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter, wenn es um die erste und erweiterte Löschhilfe geht. Teilnehmer mit dem Berufswunsch „Brandschutzbeauftragter“ lernen in diesem Abschnitt der Berufsausbildung den Umgang mit fahrbaren Löschgeräten, Wandhydranten und Feuerlöschern – unter Berücksichtigung von Löschmitteleinheiten und Ratings. Auch hierzu müssen später passende Kurse als Brandschutzbeauftragter besucht werden, um stets auf dem Laufenden zu bleiben.
Potenzielle Brandgefahren im Unternehmen
Ebenfalls zu den Aufgaben vom Brandschutzwart gehört das umfassende Wissen über potenzielle Brandgefahrenquellen. Es gilt, potenzielle Zündquellen und Brandrisiken vorbeugend zu erkennen und daraus entsprechende Schutzmaßnahmen abzuleiten. Zudem stellt ein Brandschutzbeauftragter in Österreich Freigabescheine für brandgefährliche Arbeiten aus.
Kurse Brandschutzbeauftragter: Verpflichtend als Brandschutzbeauftragter
Neben der Ausbildung müssen Verantwortliche regelmäßig Kurse als Brandschutzbeauftragter absolvieren, um ihr Wissen topaktuell zu halten. Die sogenannten Spezialseminare sind alle zwei Jahre als Brandschutzbeauftragter verpflichtend und sorgen obendrein dafür, dass der Brandschutzpass in Österreich um fünf Jahre verlängert wird. Wer sein Wissen nicht aktuell hält und dementsprechende Kurse als Brandschutzbeauftragter absolviert, riskiert, seine beruflichen Qualifikationen zu verlieren. Wieso Kurse als Brandschutzbeauftragter so wichtig sind? Die Gegebenheiten im vorbeugenden Brandschutz entwickeln sich ständig weiter. Sowohl bauliche Vorkehrungen als auch Löschmittel und rechtliche Vorschriften erleben stetig Änderungen. Folglich muss ein Brandschutzbeauftragter seiner Pflicht nachkommen und sich regelmäßig fortbilden, um für Unternehmen stets der bestmögliche Ansprechpartner zu sein. Weiterbildende Kurse als Brandschutzbeauftragter sind keine Option, sondern verpflichtend, um langfristig in diesem Job arbeiten zu dürfen. Die Kurse als Brandschutzbeauftragter beinhalten die erweiterte Ausbildung. Spezielle brandschutztechnische Seminare (T1 und T2) sowie nutzungsbezogene Weiterbildungen (N1 bis N3) komplettieren die Ausbildung als Brandschutzbeauftragter. Technische Anlagen werden in diesem Rahmen vertieft, genauso wie das Wissen über spezielle Branchen und Betriebe mit erhöhter Brandgefahr. Darunter fallen etwa Krankenhäuser, Schulen, Pflegeheime und Versammlungsstätten, für die als Brandschutzbeauftragter gesonderte Regelungen von enormer Bedeutung sind. Zudem sorgen regelmäßige Fortbildungsseminare dafür, dass das Wissen als Brandschutzbeauftragter aufgefrischt und der neueste Stand der TRVB-Richtlinien und Gesetze vermittelt wird.
Aufgaben Brandschutzwart: Was machen Personen im Brandschutz?
Die genauen Aufgaben des Brandschutzwarts richten sich nach den jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten und drehen sich stets um den Brandschutz. In erster Linie übernimmt ein Brandschutzbeauftragter eine Beraterfunktion, die darauf abzielt, Brände im Unternehmen vorzubeugen, diese abzuwehren oder auch die Abläufe und Sicherheitsmaßnahmen im Brandfall zu organisieren. Ebenso unterstützt ein Brandschutzbeauftragter im Not- und Katastrophenfall in Firmen. Konkreter erstellen Brandschutzbeauftragte in Österreich Brandschutzordnungen und pflegen diese fortwährend. Auch die Begutachtung von Arbeitsplätzen sowie die fachmännische Einschätzung der Gestaltung und Einrichtung gehören zum täglichen Brot des Brandschutzwarts. Brandschutzbeauftragte begehen die Arbeitsstätte regelmäßig und melden umgehend alle festgestellten Mängel oder Fehler im Betrieb, sofern der Brandschutzwart diese nicht umgehend selbst beheben kann. Ein Brandschutzbeauftragter erkennt mögliche Gefahrenfelder – etwa durch chemische, physikalische oder biologische Einwirkungen – und klärt die Geschäftsführung darüber auf und benennt konkrete Maßnahmen, um die Gefahrenquellen zu eliminieren. Die Aufgabenbereiche von Brandschutzbeauftragten gehen weit über die Unterrichtung der Führungsebene in Unternehmen hinaus. Sie schulen bei Bedarf alle Beschäftigten zum Thema Brandschutz. Auch an der Ausarbeitung von Betriebsanweisungen bezüglich des Brandschutzes arbeiten Brandschutzbeauftragte in Österreich eng mit. Brandschutzbeauftragte kennen sich zuverlässig mit Themen wie den
Brandklassen in Österreich sowie den
Brandschutzklassen im F90 Bauwesen aus und stehen auch für tiefergreifende Fragen im Brandschutz zur Verfügung.
Nennenswert: Der Brandschutzwart pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden, Sachversicherern, internen Fachbereichen in Firmen und der Feuerwehr, sodass die Tätigkeit als Brandschutzbeauftragter als Schnittstelle fungiert. Zudem kann ein Brandschutzbeauftragter Firmen vor überzogenen Forderungen durch Aufsichtsbehörden oder andere Institutionen schützen. Wichtig ist, den optimalen Brandschutz im Unternehmen zu verwirklichen. In manchen Fällen bedeutet das zusätzliche Maßnahmen, in anderen Fällen können aber auch weniger Maßnahmen benötigt werden. Entscheidend ist ein schlüssiges Brandschutzkonzept, das ein Brandschutzbeauftragter erstellt.
Wann wird ein Brandschutzbeauftragter benötigt?
Weder für Österreich noch für Deutschland gibt es eine generelle, universelle gesetzliche Pflicht für Unternehmen, einen Brandschutzbeauftragten zu beschäftigen. Ob dieser im Betrieb benötigt wird, hängt stattdessen von bestimmten Schwellenwerten, Risiken sowie behördlichen Vorgaben ab.
Verpflichtung eines Brandschutzwarts auf gesetzlicher und rechtlicher Ebene
Ein Brandschutzbeauftragter in Österreich wird gesetzlich sowie baurechtlich ab einer Geschossgröße von mehr als 5.000 Quadratmetern verpflichtend. Dies richtet sich nach der sogenannten Industriebaurichtlinie. Zudem verlangen einige Verkaufsstätten- und Versammlungsstättenverordnungen sowie spezielle Rechts- und Sonderbauvorschriften zwingend nach einem qualifizierten Brandschutzwart.
Betriebliche Risiken fordern zum Handeln auf
Sobald das Brandrisiko in einem Unternehmen erhöht ist, ist es ratsam, einen Fachmann zurate zu ziehen. Eine Gefährdungsbeurteilung gibt Aufschluss darüber, ob ein erhöhtes Brandrisiko vorliegt oder Personen am Arbeitsplatz besonders bedroht sind.
Behördliche und vertragliche Auflagen beachten
Nicht nur die Gesetzesebene kann ab einer bestimmten Geschossgröße nach den Aufgaben vom Brandschutzwart verlangen. Im Rahmen spezieller Genehmigungen fordern städtische Behörden oder Bauaufsichtsbehörden regelmäßig die Bestellung des Brandschutzbeauftragten. Auch das individuelle Brandschutzkonzept des Unternehmens kann die Bestellung des Brandschutzwarts vorschreiben.
Wissenswert: Sachversicherer können auf die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten bestehen, was Unternehmen oftmals im Gegenzug Rabatte auf die Versicherungsprämie einbringt.
Brandschutzbeauftragter in Österreich: Was verdient ein Brandschutzwart?
Was ein Brandschutzbeauftragter in Österreich verdient, hängt stark von mehreren Faktoren ab. Zum einen spielt die persönliche Berufserfahrung eine wesentliche Rolle. Neueinsteiger erhalten grundsätzlich einen geringeren Lohn als Fachpersonen, die bereits mehrere Jahre als Brandschutzbeauftragter tätig sind. Und zum anderen sind die Art der Beschäftigung und die Unternehmensgröße, in der der Brandschutzexperte im Einsatz ist, ausschlaggebend für die Gehaltshöhe. Regelmäßige, spezifische Kurse als Brandschutzbeauftragter können die Gehaltsaussichten zusätzlich steigern. Wer als Vollzeitspezialist im Brandschutz tätig ist, verdient mehr als jemand, der als Brandschutzbeauftragter in Österreich nur eine Zusatzfunktion im Unternehmen bekleidet. Obendrein zahlen große Unternehmen wie Chemiewerke, Industriefirmen und große Immobilien- sowie Baugesellschaften schlussendlich wesentlich besser als kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Als Einsteiger kann ein Brandschutzbeauftragter in Vollzeit rund 43.000 EUR jährlich brutto verdienen. Das sind monatlich rund 3.100 EUR. Mit wachsender Berufserfahrung als Brandschutzbeauftragter steigt auch das Gehalt. Nach ein bis zwei Jahren können bereits rund 3.250 EUR monatlich realistisch sein und nach weiteren zwei Jahren rund 3.500 EUR.
Schon gewusst? Das Mediangehalt als Brandschutzbeauftragter in Österreich liegt bei rund 51.282 EUR (Bruttogehalt), was 4.273,50 EUR monatlich entspricht. Mit der entsprechenden Erfahrung und der nötigen Qualifikation kann man als Brandschutzbeauftragter im Schnitt rund 55.000 EUR jährlich brutto verdienen.
Warum ist ein Brandschutzbeauftragter wichtig?
Ein Brandschutzbeauftragter hilft Unternehmen aktiv dabei, Brandgefahren frühzeitig ausfindig zu machen, passende Schutzmaßnahmen zu ergreifen sowie organisatorische und rechtliche Anforderungen an den Brandschutz im Betrieb akkurat umzusetzen. Potenzielle Schwachstellen in Firmen werden häufig erst dann sichtbar, wenn Begehungen oder Prüfungen durchgeführt werden – oder eben im Schadensfall. Um dem Ernstfall vorzubeugen, ist die Beschäftigung eines Brandschutzbeauftragten unerlässlich. Unternehmen stärken durch die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten die internen Sicherheitsmaßnahmen und schaffen klare Zuständigkeiten für das Thema „Brandschutz“.
Diese Vorteile liefert ein Brandschutzbeauftragter in Österreich
Brandschutzaufgaben bekommen im Unternehmen einen höheren Stellenwert und die Ansprechpartner sind für Brandschutzfragen eindeutiger benannt, was die Umsetzung und die Präsenz der Thematik im Betrieb langfristig verbessert. Zudem wird der Brandschutz nicht mehr als isoliertes Thema behandelt, sondern aktiv in die einzelnen Prozesse eingebunden, da eine sachlich fundierte Person vor Ort technische Anforderungen umsetzt, organisatorische Abläufe einbindet und für Unterweisungen und die interne Kommunikation zur Verfügung steht. Auch im Schadensfall profitieren Unternehmen davon, wenn sie zuvor die nötigen Aufgaben vom Brandschutzwart haben durchführen lassen. Die schriftliche Bestellung sowie die Dokumentation der einzelnen Tätigkeiten dienen zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht und können gegenüber Versicherern und Behörden entscheidend sein. Ein Brandschutzbeauftragter arbeitet in erster Linie präventiv. Organisatorische Schwächen im Brandschutz erkennt ein Brandschutzbeauftragter in Österreich rechtzeitig, bevor diese in Prüfungen, Begehungen oder auch im Ernstfall zum kritischen Unterfangen werden. Am Ende kann ein Brandschutzbeauftragter dem Betrieb viel Geld einsparen und kennt obendrein qualitativ hochwertige Dienstleister wie
Maßwerk, die die bestmögliche Umsetzung zu einem fairen Preis garantieren.
Brandschutzbeauftragter: Vorteile für Unternehmen auf einen Blick:
Ein Brandschutzbeauftragter hält für Unternehmen entscheidende Vorteile bereit, um klare Verantwortlichkeiten zu schaffen und die Sorgfaltspflicht im Betrieb zu erfüllen. Hier sind die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
- Verantwortlichkeiten im Unternehmen werden geschaffen
- Präsenz von Brandschutz nimmt zu
- Ordnungsgemäße Einbindung von Brandschutzthemen in organisatorische Abläufe und Prozesse
- Sachgemäße Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen
- Unterweisung der Mitarbeiter
- Erfüllung der Sorgfaltspflicht durch Bestellung und Dokumentation eines Brandschutzbeauftragten
- Vermeidung kritischer Ernstfälle durch vorbeugende Maßnahmen und regelmäßige Prüfungen
So läuft die Arbeit mit einem Brandschutzbeauftragten ab
Die Aufgaben als Brandschutzwart gehen in der Regel Hand in Hand mit der Firmenleitung. Nachdem ein Unternehmen einen Brandschutzbeauftragten in Österreich bestellt hat, kann die Arbeit beginnen. Bereits zu Beginn werden die genauen Aufgaben als Brandschutzwart im Betrieb geklärt, sodass beide Seiten genau wissen, was sie voneinander zu erwarten haben. So wird späteren Missverständnissen konsequent vorgebeugt. Eine vorherige Absprache über die genauen Aufgaben als Brandschutzwart ist essenziell – besonders mit Blick auf die Arbeitszeiten und die finanzielle Vergütung. Zwar lässt sich meist im Vorfeld kein genauer Preis nennen, da die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden stark von der Unternehmensstruktur abhängen, doch mit einer genauen Vereinbarung wissen beide Parteien, womit sie ungefähr zu rechnen haben. Nachdem ein Brandschutzbeauftragter bestellt wurde, überprüft dieser den Ist-Zustand. Er nimmt Begehungen vor, prüft vorliegende Brandschutzmaßnahmen und die Brandschutzordnung und übernimmt eine beratende Tätigkeit im Unternehmen. Sollten bei der Prüfung einzelner Gegebenheiten notwendige vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen erkannt werden, so unterrichtet der Brandschutzbeauftragte in Österreich seinen Ansprechpartner darüber und leitet bei Bedarf die Umsetzung ein. Außerdem kann ein Brandschutzbeauftragter Mitarbeiter im Unternehmen unterweisen, um potenziellen Gefahrenquellen vorzubeugen – etwa bei der Arbeit mit leicht explosiven Stoffen.
Fazit: Brandschutzbeauftragter
Ein Brandschutzbeauftragter in Österreich ist in den meisten Fällen für Unternehmen nicht verpflichtend. Dennoch gibt es viele triftige Gründe, auf die Aufgaben vom Brandschutzwart zurückzugreifen, um im Unternehmen den bestmöglichen Brandschutz zu gewährleisten. Das schützt nicht nur die Mitarbeiter, sondern obendrein wertvolles Firmenkapital. Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter bringt das nötige Know-how mit, um im Anschluss als Brandschutzbeauftragter in Österreich tätig sein zu können. Zudem müssen alle zwei Jahre Kurse als Brandschutzbeauftragter absolviert werden, um den notwendigen Brandschutzpass zu verlängern und immer auf dem technisch neuesten Stand zu bleiben. So gewährleistet der Brandschutzbeauftragte, stets mit besten Wissen und Gewissen im Unternehmen zu handeln, um potenzielle Risiken und Gefahrenquellen zuverlässig auszumerzen.
FAQ-Bereich
Was ist ein Brandschutzbeauftragter?
Ein Brandschutzbeauftragter ist eine eigenständige Person im Unternehmen, die entweder intern oder extern beschäftigt werden kann und alle Maßnahmen zum vorbeugenden und organisatorischen Brandschutz durchführt.
Was sind die Aufgaben vom Brandschutzwart?
Zu den klassischen Aufgaben gehören die Erstellung und Pflege eines Brandschutzkonzeptes im Betrieb sowie die Begehung des Unternehmensgeländes, um brandschutztechnische Gegebenheiten zu prüfen. Zudem agiert ein Brandschutzbeauftragter als Ansprechpartner und nimmt Unterweisungen bei Mitarbeitern vor.
Wie sieht die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter aus?
Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter erfolgt in Österreich in zwei Modulen. Im ersten Modul erlangen Interessenten den erforderlichen Brandschutzpass, während im zweiten Modul die eigentliche Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten erfolgt. In dritter Instanz müssen Fachkräfte in der Regel alle zwei Jahre Kurse als Brandschutzbeauftragter besuchen, um in puncto Brandschutz stets auf dem allerneuesten Stand zu bleiben. Andernfalls erlischt der Brandschutzpass, sodass ein Brandschutzbeauftragter nicht mehr in diesem Bereich arbeiten darf.
Welche Kurse als Brandschutzbeauftragter werden angeboten?
Weiterführende Kurs als Brandschutzbeauftragter sind nach dem Erhalt der beruflichen Qualifikation verpflichtend. Die sogenannten Ergänzungskurse enthalten Seminare zur Brandschutztechnik – um Fachwissen zu technischen Anlagen, Brandmeldeanlagen (BMA), Sprinkler- und Wasserlöschanlagen, Gas-Löschanlagen und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) zu vertiefen – sowie nutzungsbezogene Inhalte für spezielle Risiken oder Branchen. Letzteres wird etwa für Schulen, Versammlungsstätten, Krankenhäuser etc. benötigt oder bei Betrieben mit erhöhter Brandgefahr. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, müssen zudem regelmäßige Kurse als Brandschutzbeauftragter zur Fort- und Weiterbildung besucht werden – gemäß der TRVB-Richtlinien.
Wie sind die Verdienstchancen als Brandschutzbeauftragter?
Während das Einstiegsgehalt bei rund 3.100 EUR monatlich (brutto) liegen kann, können durch Berufserfahrung, weiterführende Qualifikation und die Wahl von größeren Unternehmen die Gehaltsaussichten stark ansteigen. Ein Brandschutzbeauftragter in Österreich hat die Chance auf ein Median-Bruttogehalt von 4.273,50 EUR monatlich, was einem Bruttoeinkommen als Brandschutzbeauftragter von 51.282 EUR jährlich entspricht.